Impulsabend zu KI und Businessmodellen

Am 1. Juli fand der Impulsabend zu KI & Businessmodelle im Rahmen des Projekts KI für Startups vom Technologie- und Innovationszentrum Gießen statt!

Im virtuellen Format sprachen die Referent:innen Tobias Kehl, Innovationsmanager bei hessian.ai, Dr. Olena Linnyk von milch & zucker, Stefan Braunewell von deepc und Daniel Herr des Fassadenspezialisten Federmeister über neue und alte Geschäftsmodelle und wie man Künstliche Intelligenz sinnvoll integriert, um daraus Vorteile für den eigenen Betrieb und die Gesellschaft zu gewinnen.

Tiefer wurden Themen behandelt zu nützlichen Tools für KI-getriebene Geschäftsmodelle, Risiken und Chancen von Deep Learning im Einsatz bei der Arbeit mit Menschen, den Nutzen von Künstlicher Intelligenz in radiologischer Diagnostik und Umstellung und Herausforderungen bei der Reform des Geschäftsmodells auf KI-gestützte Kommunikation mit Kunden.

Dabei gaben alle Referent:innen interessante Eindrücke ihrer KI-unterstützten Unternehmen und formten somit einen nahen Praxisbezug.

Wer mehr erfahren möchte, kann sich hier gerne die Aufzeichnung des Abends ansehen:

Wir bedanken uns noch einmal bei allen Referent:innen und freuen uns auch in Zukunft Spannendes aus der Welt der KI zu hören!

Unternehmens-Webseiten der Referent:innen:

Tobias Kehl https://hessian.ai/

Dr. Olena Linnyk https://www.milchundzucker.de/

Stefan Braunewell https://www.deepc.ai/

Daniel Herr https://federmeister.de/

Mehr zum Projekt KI für Startups:

https://www.tig-gmbh.de/projekte/ki-fuer-startups


Neuer Schwerpunkt – Künstliche Intelligenz

„Wenn Menschen Computerviren schaffen, wird irgendwann auch jemand Künstliche Intelligenz schaffen, die sich selbst vermehren kann.“ – Stephen Hawking

Seit Anfang des Jahres haben wir einen neuen zusätzlichen Schwerpunkt: Künstliche Intelligenz.

Im Rahmen des EU-geförderten Projekts „KI für Startups“ des Technologie- und Innovationszentrum Gießens haben wir uns gesellschaftlich wie technisch mit dem Thema auseinandergesetzt. Durch KI werden nicht nur Prozesse verändert, es erschließen sich auch zahlreiche neue Geschäftsfelder. Für uns ist KI das technische Thema unserer Zeit, da die Technologie mittlerweile überall Einzug hält. Ob im Smartphone, auf Webseiten, in unseren Geräten oder in Entscheidungsprozessen: KI ist überall.
Und wir selbst haben bei der Auseinandersetzung gemerkt, wie viel Missverständnisse rund um KI bestehen. Daher haben wir uns dazu entschlossen auch in unserem Projekt MAGIE – Makerspace Gießen das Trendthema näher zu behandeln.

Welche Prozesse durchläuft sie und wie genau entsteht ihre „Intelligenz“? Welche Arten von KI gibt es und wo kommt sie zum Einsatz? Neben unserem neuen Einführungsworkshop haben wir vor Ort im Makerspace noch mehr spannende Exponate in unserer Ausstellung, die noch tiefer in die Denkweise von KI eintauchen lassen. Unser Jetson Nano bietet zwei kleine Mini-Computer, auf denen viele Beispiele für Neuronale Netze ausprobiert werden können. Für kleinere KI-Projektideen stehen zwei leistungsstarke Computer mit KI-geeigneten Grafikkarten zu Verfügung.

Mehr zum Projekt gibt es auf der Webseite des TIG: https://www.tig-gmbh.de/projekte/ki-fuer-startups


Mithilfe von moderner Technologie über das Mögliche hinaus – Diskussionsabend Kunst in der digitalen Welt

„Jeder Morgen ist wie Weihnachten“, sagt Anton Wiehe mit leichter Euphorie in unserem Livestream am 17. Juni. Damit meint er keine herkömmliche Beschenkung, sondern die Arbeit seiner KI über Nacht, während sie Informationen zu neuen Werken erzeugt. „Es kommt immer etwas Neues aus der KI heraus, womit man nicht gerechnet hätte.“

Am 17. Juni fand im Makerspace Gießen per Livestream der Diskussionsabend zu Digitalisierung in der Kunst statt und brachte sehr unterschiedliche und interessante Referenten zusammen.
Bei einem lockeren Zusammensitzen diskutierten Thomas Vinson, Dozent am Fachbereich Architektur / Bauwesen an der THM, Andreas Walther, freischaffender Künstler, und Anton Wiehe, Mitgründer des KI-Startups AdaLab.ai, per Videokonferenz und auf dem Podium über den Wandel der Kunst durch moderne Technologien wie  3D-Druck oder auch Künstliche Intelligenz.

Sehr interessant in der Diskussion ist der künstlerische Weg von Walther und Vinson, welcher sich von relativ traditionellen Einflüssen zu digital-unterstützter Kunst wandelte. Gründe für beide waren unter anderem Effizienz, Neugier, Dynamik und die Eröffnung neuer Möglichkeiten durch Präzision und Handwerk, welche für menschliche Fähigkeiten nur schwer oder gar nicht zu erreichen sind. „Es ist ein Medium, das eine Vervielfältigung ermöglicht.“, sagt Vinson mit einem leichten Grinsen im Gesicht während er von einem Projekt am Lasercutter erzählt. Er weiß, dass die Herstellung eines zweiten Kunstobjekts sicher möglich wäre, aber erfreut sich an dem Unikat, welches er mittels seiner Idee und der Präzision des Lasers erschaffen konnte. Plötzlich ist Vervielfältigung ein Leichtes, dennoch sehen beide Künstler die Kunst weit entfernt von der Produktion, da Kunst auch immer Auseinandersetzung, Ernsthaftigkeit und gesellschaftliche Relevanz bedeute.

Ebenso spannend ist der Beitrag von Anton Wiehe, welcher eine Künstliche  Intelligenz geschaffen hat, die Bilder kreiert. Durch eine simple Texteingabe, wie „Consciousness“, interpretiert das Programm diese und schafft aufgrund von maschinellem Lernen völlig einzigartige und nie da gewesene Bilder. Die Ergebnisse sehen häufig sehr abstrus und verspielt aus und doch passt die Interpretation der KI immer zum Text. Eine neue Art moderner Kunst entsteht, bei der der oder die Künstler:in nicht ganz leicht festzulegen ist. Wiehe sieht sich selbst bescheiden eher weniger als den Künstler der entstandenen Werke. Ihn interessiert mehr das Verstehen des Prozesses, den die KI bei der Erschaffung durchläuft.

Neben weiteren Themen, wie die Finanzierung als Künstler:in in der heutigen Zeit und die Ermöglichung der Umsetzung von Ideen durch Digitalisierung werden die drei Referenten auch gefragt, was sie sich für die Zukunft bezüglich des Themas wünschen: Vinson verdeutlicht, dass Digitalisierung dem traditionellen Kunstgedanken nicht alles nehmen könne. Kunst zu kreieren sei noch immer mit menschlichem Schaffen verbunden und tief in uns verankert. Menschen sollen ein wirkliches Erleben haben. Walther appelliert daran „Körper und Geist zusammenzuführen“ und Kunst wieder bewusster wahrzunehmen. Die Diskussion schließt Wiehe ab: Er sieht einen wichtigen Verbindungspunkt zwischen digitaler Kunst und der Existenz in der „realen“ Welt. So verdeutlicht er noch einmal die Möglichkeiten und die Vielfalt, die digitale Medien der Kunst und uns Menschen ermöglichen.
Es ergibt sich aus dem Abend, dass eine Kombination zwischen Tradition und Fortschritt in der Kunst womöglich ein Weg sein könnte, der sich für uns alle anzustreben lohnt.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Podiumsgästen – reale und virtuelle – herzlich für ihre interessanten Einblicke bedanken! Auch dem Streaming-Team gebührt unser Dank!

Die Aufzeichnung des Abends:

Webseiten der Diskussionsteilnehmer:

Andreas Walther: https://andreaswalther.de/

Anton Wiehe: https://adalab.ai/

Thomas Vinson: https://www.thomas-vinson.com/

LinkedIn-Profile des Streaming-Teams:

Maurice Jelinski: https://www.linkedin.com/in/maurice-jelinski-6a889286/

Thomas Niederhaus: https://www.linkedin.com/in/thomas-niederhaus-791a79191/